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Apple und Disney verweigern Werbung auf X wegen angeblich antisemitischer Beiträge – Musk klagt

Große US-amerikanische Unternehmen weigern sich, auf dem sozialen Netzwerk X zu werben, nachdem Elon Musk einen Beitrag eines X-Nutzers unterstützt hat, in dem es hieß, Juden verbreiteten angeblich "Hass gegen Weiße". Der Geschäftsmann klagt in diesem Zusammenhang.
Apple und Disney verweigern Werbung auf X wegen angeblich antisemitischer Beiträge – Musk klagtQuelle: Gettyimages.ru © Jonathan Raa/NurPhoto

Elon Musk, der Gründer von SpaceX und Tesla sowie Eigentümer des sozialen Netzwerks X (ehemals Twitter), dessen Vermögen von Forbes auf 241,2 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hat versprochen, das Projekt Media Matters zu verklagen, das ihn der Unterstützung einer "antisemitischen Verschwörungstheorie" beschuldigt hatte. Der Geschäftsmann schrieb auf X:

"X Corp wird eine thermonukleare Klage gegen Media Matters und alle einreichen, die an diesem betrügerischen Angriff auf unser Unternehmen beteiligt sind."

Musk hatte zuvor öffentlich einen Beitrag eines X-Nutzers gebilligt, in dem es hieß, jüdische Gemeinden verbreiteten angeblich "Hass gegen Weiße". Als Antwort auf diesen Beitrag schrieb er:

"Sie haben tatsächlich die Wahrheit gesagt."

Der Geschäftsmann beschuldigte auch die Anti-Defamation League (ADL), eine Nichtregierungsorganisation, die Antisemitismus bekämpft, den "Rassismus gegen Weiße" zu fördern.

Das Weiße Haus verurteilte den Beitrag von Musk. Der Sprecher der US-Regierung Andrew Bates bezeichnete ihn als "widerliche antisemitische und rassistische Hasspropaganda". Die Vorstandsvorsitzende von X Linda Yaccarino schrieb, dass das Unternehmen seine Bemühungen zur Bekämpfung von Antisemitismus und Diskriminierung "immer sehr deutlich" mache.

Das Projekt Media Matters, das die von Anhängern konservativer Ansichten verbreiteten Fehlinformationen überwacht und analysiert, wurde auf Musks Aussagen aufmerksam gemacht. Die Organisation beschuldigte den Unternehmer, eine "bösartige antisemitische Verschwörungstheorie" zu unterstützen, und behauptete außerdem, dass X "zahlreiche Konten von Fanatikern und bezahlten Rechtsextremisten, darunter offenbar auch Hitler-Anhänger und Holocaust-Leugner", im Rahmen eines Programms zur Verteilung von Werbeeinnahmen wiederhergestellt habe. Media Matters stellte klar, dass in solchen Konten Anzeigen von Unternehmen erschienen.

Yaccarino versuchte, die Unternehmen zu beruhigen, indem sie sagte, sie seien "vor dem Risiko geschützt, potenziell giftigen Inhalten ausgesetzt zu sein". Das Projekt behauptete indes, Anzeigen fünf großer Unternehmen, einschließlich Apple und IBM, neben Beiträgen gefunden zu haben, die Hitler und seine Nazipartei unterstützen.

Vor diesem Hintergrund haben Walt Disney, Warner Bros. Discovery, Paramount und Sony Pictures bereits beschlossen, ihre X-Werbung auszusetzen. Apple, IBM, das Medienunternehmen Lionsgate Entertainment und der Telekommunikationskonzern Comcast haben dasselbe getan. Nach Angaben von Politico wird auch die Europäische Kommission keine Werbung auf X schalten.

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