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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verliert binnen 24 Stunden über 100 Soldaten bei Krasny Liman

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verliert binnen 24 Stunden über 100 Soldaten bei Krasny Liman© AP Photo/LIBKOS
  • 6.02.2023 14:37 Uhr

    14:37 Uhr

    Kiew spricht sich gegen vorübergehenden Waffenstillstand aus

    Michail Podoljak, Berater des Leiters des ukrainischen Präsidentenbüros, teilt mit, dass Kiew gegen einen vorübergehenden Waffenstillstand sei. Er schreibt auf Telegram:

    "Jedes Zugeständnis ist eine Kapitulation, und das werden wir unter keinen Umständen zulassen. Ein vorübergehender Waffenstillstand wird nur zur nächsten Phase des Krieges in der Ukraine führen."

    Zuvor hatte die Neue Zürcher Zeitung Quellen mit der Aussage zitiert, US-Präsident Joe Biden habe den CIA-Chef angewiesen, herauszufinden, ob Russland und die Ukraine zu Verhandlungen bereit seien. Dem Blatt zufolge boten die USA der ukrainischen Seite angeblich an, im Gegenzug für Frieden 20 Prozent ihres Territoriums aufzugeben. Moskau und Kiew seien mit einer solchen Option nicht zufrieden gewesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte Berichte, wonach die USA angeblich einen Plan angeboten hätten, der territoriale Zugeständnisse der Ukraine im Gegenzug für Frieden vorsieht.

  • 14:25 Uhr

    Kanadas Verteidigungsministerin: Erster Leopard-2-Panzer für die Ukraine nach Polen gebracht

    Der erste kanadische Leopard-2-Panzer für die Ukraine ist bereits nach Polen gebracht worden. Dies gab die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand am Montag auf Twitter bekannt.

    "Der erste kanadische Leopard 2-Panzer, den wir der Ukraine gespendet haben, ist jetzt nach Polen gebracht. Gemeinsam mit unseren Verbündeten werden wir bald die ukrainischen Streitkräfte im Umgang mit dieser Ausrüstung ausbilden."

  • 14:11 Uhr

    Neue Stromgrenzwerte in drei Gebieten der Ukraine eingeführt

    Das staatliche ukrainische Energieunternehmen Ukrenergo legte für Montag neue Grenzwerte für den Stromverbrauch in der Hauptstadt und den Gebieten Kiew und Dnjepropetrowsk fest, während die Notstromversorgung nur im Gebiet Odessa aufrechterhalten worden sei.

    Nach Angaben der Energieholding würden die neuen Grenzwerte es ermöglichen, die Zeitpläne für die Stabilisierungsstromausfälle in den meisten Gebieten des Landes den ganzen Tag über einzuhalten. Die Fahrpläne würden sparsam sein, das heißt, die Möglichkeit der Stromabschaltung bei Stromausfällen werde verringert. Am 6. Februar werde nur die Notstromversorgung in der Region Odessa aufrechterhalten, wo 290.000 Verbraucher ohne Strom bleiben. Nach Angaben des Unternehmens werden die Ukrainer nachts ohne Einschränkungen Strom nutzen können.

  • 14:04 Uhr

    DVR-Chef: Russische Streitkräfte nehmen neun weitere ukrainische Befestigungen bei Marjinka ein

    Die russischen Streitkräfte nahmen am Sonntag weitere neun Gebäude am Frontabschnitt bei Marjinka ein, die von den ukrainischen Streitkräften als befestigte Stellungen genutzt wurden. Dies gab das amtierende Oberhaupt der Donezker Volksrepublik Denis Puschilin am Montag bekannt.

    Die Stadt Marjinka befindet sich westlich von Donezk. Zuvor hatte Puschilin berichtet, dass die ukrainischen Streitkräfte in dieser Richtung heftigen Widerstand leisteten. Die Reste der ukrainischen Gruppierung haben sich in einem Wohnviertel am Stadtrand verschanzt.

  • 13:49 Uhr

    Medienbericht: Aussicht auf Abrams-Panzerlieferungen bringt viele Probleme für ukrainische Armee mit sich

    Angesichts der Entscheidung der USA, 31 Abrams-Panzer in die Ukraine zu liefern, berichtet die Zeitung Financial Times über Probleme mit diesen Waffen.

    Erstens machen die intensive Wartung und Logistik, die erforderlich sind, um die Abrams kampfbereit zu halten, diese weniger ideal für ausländische Armeen wie die der Ukraine, die einfache und gut funktionierende Waffen verlangt. Der Abrams-Panzer hat ein Turbinentriebwerk, weshalb die Wartungskräfte für diesen Typ über spezielle Fachkenntnisse verfügen müssen. Angesichts der Komplexität des Turbinentriebwerks dauert diese Ausbildung länger als zum Beispiel für Leopard-Panzer.

    Zweitens muss der Abrams-Panzer nicht nur sorgfältig gewartet werden, sondern erfordert auch eine ständige Versorgung mit einer größeren Anzahl von Ersatzteilen. Außerdem verwendet der Abrams Düsentreibstoff und dessen 500-Gallonen-Tank muss täglich aufgefüllt werden. Düsentreibstoff ist aber wesentlich schwieriger zu beschaffen als Dieselkraftstoff.

    Drittens sind Leopard-Panzer in Europa sofort verfügbar, während die USA neue Abrams für die Ukraine erst herstellen müssen. Das Unternehmen General Dynamics, das Abrams-Panzer in Lima im US-Bundesstaat Ohio herstellt, produziert etwa zwölf dieser Panzer pro Monat und müsste darüber informiert werden, ob die Fahrzeuge für die Ukraine Vorrang vor anderen Aufträgen haben sollen.

  • 13:22 Uhr

    Aus Warschau noch keine Entscheidung über Lieferung von Kampfjets an die Ukraine

    Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat erklärt, dass es noch keine Entscheidung über die Lieferung von Kampfjets an die Ukraine gibt. Auf die Frage, ob Polen für eine Lieferung von Kampfjets an die Ukraine sei, antwortete er der spanischen Zeitung Mundo:

    "Alle Entscheidungen über die Kampfflugzeuge werden innerhalb der NATO getroffen und im Moment gibt es keine Vereinbarung, zu der wir etwas Anderes sagen könnten. Es gibt keine derartige Entscheidung."

    Morawiecki sagte, dass die Länder mit Unterstützung der Ukraine konsequent handeln müssen, da sonst "die Zukunft Europas in Frage gestellt wird".

    Zuvor hatte der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak erklärt, Polen sei erst nach einer gemeinsamen Entscheidung der NATO-Mitgliedstaaten bereit, F-16-Kampfflugzeuge an die Ukraine zu übergeben.

  • 12:51 Uhr

    Ukrainische Truppen beschießen erneut Donezk mit Granaten im NATO-Kaliber

    Die ukrainischen Streitkräfte griffen erneut den Petrowski-Bezirk von Donezk an und feuerten fünf Granaten im Kaliber 155 Millimeter ab. Dies berichtet die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen.

  • 12:48 Uhr

    Russlands stellvertretender Außenminister kündigt für diese Woche Besuch des IAEA-Chefs in Moskau an

    Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow hat bekanntgegeben, dass der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) Rafael Grossi diese Woche Moskau besuchen soll, um über eine Sicherheitszone um das AKW Saporoschje zu sprechen, berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS. Die Agenturzitiert Rjabkow wörtlich:

    "Der Zeitplan steht noch nicht ganz fest, aber alles deutet darauf hin, dass der Besuch stattfinden wird. Und wir erwarten, wie immer, ein ausführliches und professionelles Gespräch zu haben."

    Das AKW Saporoschje befindet sich in Energodar und ist das größte Kernkraftwerk in Europa. Ende Februar vergangenen Jahres wurde die Anlage von russischen Streitkräften übernommen. Seitdem haben Einheiten der ukrainischen Armee regelmäßig sowohl die Wohngebiete von Energodar als auch das Gelände der Anlage mit Drohnen, schwerer Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen.

  • 12:26 Uhr

    Kursker Gouverneur wird Freiwilligen-Volksbrigade des Gebietes anführen

    Roman Starowoit, Gouverneur des Gebietes Kursk, hat angekündigt, dass er die Freiwilligeneinheit der Region leiten wird. Er erklärte während einer Einsatzbesprechung:

    "In Friedenszeiten ist der ranghöchste Beamte, das heißt der Gouverneur – also ich – für die Organisation der Territorialverteidigung zuständig. Deshalb habe ich mich entschlossen, die freiwillige Volkstruppe des Gebietes Kursk zu leiten."

    Er fügte hinzu, dass Kommandeure der Freiwilligen-Volksbrigaden ernannt werden, wobei das Einsatzgebiet ihrer Verwaltungsgrenzen der Bezirke entspricht. Starowoit beauftragte die Leiter der Bezirke und Gemeinden, Kandidaten für die Posten der Kommandeure zu bestimmen.

    Zuvor hatte der Gouverneur mitgeteilt, dass er und seine Kollegen aus der Gebietsverwaltung in einem Camp der russischen nichtstaatlichen paramilitärischen Organisation Gruppe Wagner geschult wurden.

  • 12:15 Uhr

    DVR-Chef: Ukrainische Armee setzt nahe Artjomowsk und Ugledar chemische Waffen ein

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen bei Artjomowsk und Ugledar chemische Waffen ein. Dies berichtet der amtierende Chef der Donezker Volksrepublik Denis Puschilin. Er erklärte:

    "Nach Aussagen unserer Einheiten und Kommandeure, die bereits solche Informationen geliefert haben, gibt es nicht nur am Frontabschnitt bei Artjomowsk, sondern auch bei Ugledar Fakten über den Einsatz chemischer Substanzen, die bei unseren Soldaten Beschwerden hervorrufen."

    Nach Angaben von Puschilin gehen seit mindestens drei Wochen Beschwerden von Soldaten ein. Drohnen würden auf die russischen Stellungen chemische Kampfstoffe abwerfen.

    Der Einsatz chemischer Waffen durch ukrainische Truppen wurde auch von Apty Alaudinow, dem Kommandeur der Spezialeinheit Achmat, bestätigt. Ihm zufolge handelt es sich um selbst hergestellte Munition, die bei Menschen Erbrechen und Bewusstlosigkeit auslöst.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.