
Wirtschaftsexperte Krainer: Ohne Russland hat Europa keine Überlebenschance

Alex Krainer, Experte für Geopolitik, Rohstoffhandel und Gründer von Krainer Analytics mit Sitz in Monaco, hat in einem Interview darauf hingewiesen, dass europäische Politiker zunehmend die Notwendigkeit betonen, einen Dialog mit Russland aufzunehmen.
"Plötzlich beginnen einige der führenden Russophoben Europas davon zu reden, dass man mit Russland verhandeln müsse", sagte Krainer im Video, das auf dem YouTube-Kanal Dialogue Works veröffentlicht wurde.
In dem Zusammenhang führte der Wirtschaftsanalyst aus:
"Ohne Russland hat Europa keine Überlebenschance. Das ist wahr."

Zugleich betonte Krainer, europäische Entscheidungsträger seien keine rationalen Menschen, die sich um das Wohlergehen ihrer Wähler kümmern würden. Die Situation in Deutschland sei ein deutliches Beispiel dafür, welche Konsequenzen kurzsichtige Strategien, auch gegenüber Russland, haben könnten.
Hierbei erwähnte der Experte die Entscheidung deutscher Politiker, sämtliche Atom- und Kohlekraftwerke abzuschalten, aber auch die Weigerung, die Sprengung der Ostseepipelines Nord Stream zu untersuchen, über die Deutschland Gas aus Russland bezogen hatte.
"Sie stehen kurz davor, rund eine halbe Million Industriearbeitsplätze zu verlieren", behauptete Krainer. Das Land befinde sich nun schon seit zwei Jahren in einer Rezession.
Finnlands Präsident Alexander Stubb, der für seine russlandfeindlichen Äußerungen bekannt ist, meinte in einem Interview, es sei Zeit, Gespräche mit Russland aufzunehmen. "Wann es dazu kommen wird, weiß ich nicht", sagte Stubb der italienischen Zeitung Corriere della Sera am 11. Mai.
Wenn die US-amerikanische Politik gegenüber Russland und der Ukraine nicht im Interesse Europas sei ‒ wie ihm scheine ‒, dann müsse man sich direkt engagieren, so der Politiker weiter. "Wir haben mit den europäischen Staats- und Regierungschefs darüber geredet, wer den Kontakt herstellen wird ‒ wir wissen es noch nicht."
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